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Moxibustion

“Moxa” leitet sich vom japanischen Wort “Mogusa” (Brennkraut) ab. Im Chinesischen wird das Verfahren Feuer-Methode (Jui Fa) genannt: Jui heisst Feuer, Fa bedeutet Methode.

Die Moxa-Therapie ist ein sehr altes Heilverfahren aus der TCM. Durch die Hitzeanwendung werden die Selbstheilungskräfte im Körper reaktiviert. Die Wirkungsweise wird weiter unten beschrieben. Moxa wird gezielt und punktuell angewendet, vornehmlich an den entsprechenden Akupunktur- resp. Schmerzpunkten. Artemisia vulgaris (Beifuss) ist eine sowohl in Asien wie auch in Europa beheimatete Heilpflanze. Die getrockneten Blätter warden zu Moxawolle oder zu Moxastangen verarbeitet, um sie therapeutisch einsetzen zu können.

 

Moxibustion: Geschichte

Auf die Moxibustion aufmerksam wurden im 16. Jahrhundert die in Asien und vor allem in Japan lebenden portugiesischen Mönche. Im 17. Jahrhundert wurde Moxibustion durch den niederländischen Pfarrer Hermann Buschoff und seinem Buch „Podagra“ bekannt.

Als Steigbügel / Podagra bezeichnet man einen akuten Gichtanfall am Grundgelenk des grossen Zehs, an welchem auch Hermann Buschoff litt und nach vergeblichen Behandlungen europäischer Ärzte endlich erlösende Linderung durch die Moxatherapie einer vietnamesischen Ärztin erhielt.

 

 

Moxibustion: Wirkungsweise

Auch Hippokrates (➔ TEN) (460 v.Chr.), der griechische Philosoph und Arzt, behandelte Patienten mit Wärme. Der lateinische Name Artemisia vulgaris lässt sich von der griechischen Schutzgöttin Artemis herleiten. Kein Wunder wird der Beifuss in allen Ländern, in denen er vorkommt, verehrt. Wurde er doch bei Räucherungen als Schutz vor unerwünschten Geistern, sowie als Opfergabe für Artemis und die guten Geister im Hause verwendet.

Durch die spezielle Infrarotwärme erreicht die Moxibustion auch tiefere Gewebeschichten. Sie kann bei einer Vielzahl von Symptomen und Beschwerden hilfreich sein. So findet sie nicht nur bei Ödembildung, Schmerzen des Bewegungsapparates oder chronischen Erkrankungen Anwendung. Selbst bei funktionalen Störungen, wie z.B. bei gynäkologischen Beschwerden, können Organe über den Reflexmechanismus der Haed’schen Zonen reguliert werden. Die thermische Reizung an sich stimuliert schon die Blutgefässe. Dabei hilft die vermehrte Blutzirkulation auch bei Durchblutungsstörungen. Da die chinesische Diagnostik häufig ein Ungleichgewicht schon vor Ausbruch einer Krankheit zu erkennen vermag, sollte auch der krankheitsvorbeugende Nutzen erwähnt sein.